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Der Eisschild der Antarktis

„Hier, wo wir segeln, ist der Eisschild am stabilsten.“ Das dachten wir. Besser gesagt: Das dachten die Wissenschaftler, und wir dachten, es entspräche der Wahrheit. Ein kleiner Irrtum.

Die Antarktis ähnelt einem Krapfen mit einem seltsamen Ausläufer an einer Seite. Zufälligerweise ragt dieser genau in Richtung der Spitze von Feuerland. Unter Wasser setzt sich die Andenkette natürlich einfach fort und verbindet so Südamerika mit der Antarktis.

Westlich dieses Ausläufers, der Antarktischen Halbinsel, segelten wir umher. Zwischen Inseln, Gletschern und zahllosen Eisbergen. Die andere Seite der Halbinsel gilt als viel gefährlicher. Wenn Schiffe im Eis der Antarktis stecken bleiben, geschieht dies oft an jener Ostseite, nicht an „unserer“ Seite.

Doch nun stellt sich heraus, dass „unsere“ Westseite tatsächlich viel schneller schmilzt und (folglich) kalbt als die Ostseite. Es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass das nächste Schiff, das im antarktischen Treibeis stecken bleibt, westlich der Halbinsel fährt … Vielleicht wäre es eine gute Idee, unser Fahrgebiet etwas weiter nach Osten zu verlegen? Und (vor allem das!) gemeinsam dafür zu sorgen, dass diese Schmelze zum Stillstand kommt?

http://www.faqt.nl/recent/zuidpoolijs-neemt-dramatisch-af/

Vom Eisschild der Antarktis abgebrochenes Treibeis

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