Heute vor genau 209 Jahren wurde Charles Darwin geboren. Vor etwas kürzerer Zeit (Okt.–Dez. 2014) segelten wir einen Teil der mittlerweile weltberühmten Route, die Darwin einst mit dem Schiff Beagle zurücklegte: Von den Kapverdischen Inseln über den Atlantischen Ozean nach Salvador da Bahia (Brasilien), über Montevideo weiter südlich entlang der Küste Argentiniens, mitten durch die Magellanstraße und schließlich zum südlichsten Punkt Lateinamerikas.
Und wenn man dann doch tagelang auf See ist und hauptsächlich Wasser und (mehr oder weniger) blauen Himmel um sich herum sieht, bleibt genügend Zeit, um das Buch von Darwin zur Hand zu nehmen. Während man in The Origin of Species liest, wehen ein paar Libellen herbei, zusammen mit einem Schwarm Fliegen. Woher sie kommen, keine Ahnung. Wir befinden uns mittlerweile meilenweit vom Festland entfernt.
Ich blättere zu dem Kapitel, in dem Darwin diesen Teil seiner Reise beschreibt. Auch er wunderte sich in dieser Gegend über die vielen Insekten an Bord der Beagle. „Es schneite Schmetterlinge“, schreibt er. Er war hier nota bene an fast demselben Tag wie wir, allerdings im Jahr 1833. Laut Darwin ist das argentinische Hinterland so dürr und trocken, dass die Insekten vom Wind auf das Meer hinausgeweht werden.
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