Unterwegs auf dem Mittelmeer setzen wir ab und zu etwas Segel, aber es bleibt ein Rätsel, den Wind darin zu halten. Der Wind spielt weiterhin mit uns und hält uns dadurch wachsam. Mal müssen wir etwas abfallen und manchmal sogar alles bergen, da wir doch besser gegen den Wind motoren sollten. Schließlich müssen wir ja nach Westen …
Genau wie der Wind wechselt auch das Wetter ab, mit klaren Momenten und Gewittern. Die See bleibt nahezu leer von anderen Schiffen. Obwohl es bizarr bleibt, dass man dann doch mitten auf See auf Kollisionskurs mit einer kleinen Segelyacht gerät, während in alle Richtungen ein paar hundert Meilen freies Wasser liegen. Es hält Ihre Wache auf jeden Fall interessant.
Der Leuchtturm von Ibiza
Drei Tage später erscheint dann doch die Küste von Ibiza auf den Karten. In einer wunderschön klaren Nacht sehen wir das erste Licht des Turms im Norden von Ibiza. Eine wunderbare Übung unseres Seefahrtschullehrers Eef Willems (Bücken und Rennen) können wir hierbei praktizieren. Indem wir die Höhe und die Reichweite des Lichts nachschlagen, können wir feststellen, dass wir die Entfernung zum und die Peilung des Leuchtturms nutzen können, um unsere Position zu bestimmen und in die Karte einzutragen. Ohne GPS. Sehr schön.
Im Bewusstsein, dass dies bereits die letzte Wache für den ersten Teil der Reise ist, krieche ich zufrieden in meine Koje. Ein paar Stunden später werde ich von einer rasselnden Ankerkette wach. Ibiza, wir sind da!





