Der Kapitän liegt neben mir auf der Bank. Die Knie angezogen, das Fernglas vor den Augen. Ich stehe am Steuer und spähe mit ihm zu den Sternen. „Schau, da ist die Milchstraße“, sagt er. „Und die Wolke dort, das ist die Andromeda-Galaxie. Durch das Fernglas kann man die Sterne sogar sehen.“
Zum ersten Mal seit unserer Abfahrt aus Salvador haben wir wieder eine klare Nacht. Die Sterne sind unzählbar. Irgendwo unten, nah am Horizont, erkenne ich Pfeil und Bogen. Ist das das Kreuz des Südens, frage ich ihn. „Ja, in der Tat. Der unterste Punkt zeigt nach Süden.“
Ich lege den Kopf in den Nacken und suche den Freund Orion. Er müsste jetzt direkt über uns stehen. Die drei Sterne seines Gürtels habe ich schnell gefunden. Danach sind auch die drei schwächeren Sterne seines Schwertes nicht mehr schwer zu finden.
Ich folge der Linie des Schwertes nach unten und gelange exakt an denselben Punkt, auf den der Bogen des Kreuzes des Südens zeigt. Glücklicherweise stimmt es noch.
Wenig später sehen wir das Licht eines Schiffes am Horizont, genau in der Verlängerung des Bogens und des Schwertes. Als wollte es uns eine Bestätigung geben: Hier ist Süden. Und dort müssen wir hin. Nur ist das genau die Richtung, aus der der Wind kommt. Und so halten wir, widerwillig, Kurs West.






