Wenn jeder Tag dem vorangegangenen weitgehend gleicht, einschließlich der Aussicht, des Ziels und der Teilnehmer, freut man sich, wenn einmal etwas anderes passiert. Nach tagelangem Sonnenschein und Temperaturen von mindestens 30 Grad (innen, im Schatten) werden wir von ein paar Regenschauern überrascht. Zuerst sind sie noch leicht, doch gegen 11 Uhr beginnt sich eine dunkle Wolkenwand am Himmel abzuzeichnen.
Wir binden das zweite Reff in das Großsegel und den Besan ein, ziehen Badehose oder Bikini an und steuern auf den Schauer zu. Eine abkühlende Dusche ist die Belohnung. Wenig später ist es wieder trocken und es weht eine angenehme Brise. Die Sonne bleibt hinter den Wolken, und zum ersten Mal seit langem lässt es sich im Salon bei etwa 29 Grad und einer Brise, die von achtern nach vorn durch das Schiff weht, gut aushalten.
Am Nachmittag begleiten zwei Tölpel das Schiff stundenlang. Selbst wer eigentlich gar kein Vogelliebhaber, geschweige denn ein Kenner ist, so wie ich, findet Gefallen an den Vögeln. Sie gehören zur Familie der Basstölpel und tauchen immer wieder ins Wasser, um fliegende Fische zu jagen. Es ist amüsant zu beobachten, wie die fliegenden Fische um ihr Leben „rennen“, um den Vögeln zu entkommen. Der eine mit mehr Erfolg als der andere …
Was das Tierleben betrifft, ist es ohnehin ein ereignisreicher Tag, denn heute Morgen kam bereits eine riesige Delfinschule vorbei. Stetig zog die Gruppe von Backbord nach Steuerbord vor dem Schiff vorbei. Laut Maat Peter waren es sicher 50 Tiere. Hoffentlich schauen sie diese oder nächste Woche noch einmal vorbei.





