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Leinen los!

Am ersten Samstag des Jahres 2021 lösten wir die Leinen der Baltic und begannen unsere Fahrt nach Deventer. Die Sonne schien, der Wind war schwach und die Baltic segelte ruhig in Richtung Wattenmeer.

Obwohl die Strecke von Harlingen nach Deventer „nur“ 82 Meilen beträgt, planten wir drei Tage dafür ein. Die Route umfasst nämlich drei Schleusen, bei denen man oft schnell eine Stunde Zeit verliert. Zudem ist das Tageslicht im Januar natürlich recht begrenzt.

Über das Wattenmeer und das IJsselmeer

Am ersten Tag fuhren wir über die Schleusen von Harlingen und Kornwerderzand zum Hafen von Stavoren. Ein schöner, ruhiger Tag, an dem wir ein paar Segelbooten begegneten, die Silvester auf den Inseln verbracht hatten, ansonsten aber niemandem. Im Laufe des Nachmittags zogen auf dem IJsselmeer Nebelbänke auf, sodass wir den Hafen von Stavoren erst sahen, als wir fast schon dort waren.

Am nächsten Tag überquerten wir erneut das IJsselmeer und nahmen Kurs auf Enkhuizen. Die Baltic hat derzeit einen Tiefgang von 2,30 m, weshalb wir so weit wie möglich in der Fahrrinne bleiben müssen. Nach ein paar Stunden änderten wir unseren Kurs in Richtung Ketelbrug und am späten Nachmittag machten wir das Schiff an der IJsselkade in Kampen fest. Zum ersten Mal seit Jahren lag die Baltic wieder friedlich zwischen den Charterschiffen, die geduldig auf eine neue Saison warten.

Mäandern über den Fluss

Am letzten Tag mäanderten wir über die IJssel, während einige Frachtschiffe mit voller Fahrt vorbeizogen. Mit der Stadt in Sichtweite standen hier und da Gruppen von Familienmitgliedern oder Freunden am Ufer, um die Baltic willkommen zu heißen. Das letzte „Hindernis“ auf unserer Reise war die Schleuse von Deventer. Als wir diese erst einmal passiert hatten, waren es nur noch ein paar hundert Meter bis zu unserem neuen Liegeplatz für die kommenden Monate.

Schauen Sie sich unten das Video von unserer Fahrt mit der Baltic an:

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